OPKEPE-Skandal: Millionenwäsche durch Wettfirmen und Luxuskäufe

Ein Ring, der innerhalb von OPKEPE (Griechische Zahlstelle für die Gemeinsame Agrarpolitik) operierte, soll Millionen von Euro durch Wettfirmen und Luxuskäufe wie Fendi und Gucci gewaschen haben. Laut der Fallakte sammelten Mitglieder des Rings illegal Geld durch falsche Erklärungen.
Der mutmaßliche Anführer der Organisation identifizierte und deklarierte förderfähiges Ackerland und Weideland, das nicht deklariert worden war. Große Geldsummen wurden auf seine Konten ein- und ausgezahlt. Im Untersuchungszeitraum wurden 3.495.887,65 € von Wettfirmen gutgeschrieben und 3.117.153,76 € an diese belastet.
Darüber hinaus wurden 203 Bareinzahlungen an Geldautomaten in Höhe von insgesamt 229.930 € und 408 Bareinzahlungen an Geldautomaten in Höhe von insgesamt 878.360 € getätigt. Das Geld wurde für Reisen (USA, Istanbul, Dubai), Unterkünfte in Luxusresorts (Sani Resort – Chalkidiki) und den Kauf von Markenprodukten verwendet.
Ein 36-jähriger Mitarbeiter eines Bürgerdienstzentrums (KYD) und ein 54-jähriger Buchhalter waren ebenfalls am Kern der Organisation beteiligt. Der KYD-Mitarbeiter bearbeitete und reichte EAEs (Einheitliche Antragsformulare) für Mitglieder der Organisation ein, während der Buchhalter Gelder an falsche Immobilieneigentümer überwies.
Darüber hinaus erscheinen 11 Personen als Eigentümer und Vermieter von fälschlicherweise deklarierten Immobilien, während 26 Personen EAEs mit falschen Informationen einreichten, um illegal finanzielle Hilfen zu erhalten.