Neuer Prozess gegen die Mörder von Menis Koumandareas nach 11 Jahren

Elf Jahre nach dem Mord an dem Schriftsteller Menis Koumandareas werden die beiden rumänischen Männer, die des Verbrechens verurteilt wurden, erneut vor Gericht stehen. Der Oberste Gerichtshof hob die vorherige Entscheidung des Berufungsgerichts auf, das den Angeklagten mildernde Umstände zugestanden hatte.
Ursprünglich waren die beiden Männer zu lebenslanger Haft verurteilt worden, aber das Berufungsgericht reduzierte die Strafe auf 15 Jahre und 18 Monate, wobei es den mildernden Umstand eines sauberen Strafregisters anerkannte. Diese Entscheidung wurde vom Obersten Gerichtshof aufgrund mangelnder ausreichender Begründung aufgehoben.
Der Mord an Menis Koumandareas wurde am 6. Dezember 2014 entdeckt, als er tot in seiner Wohnung in Kypseli aufgefunden wurde. Der forensische Bericht ergab, dass der Tod durch Bauch- und Kopfverletzungen sowie durch Strangulation verursacht wurde.
Laut der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs hat das Berufungsgericht die Anerkennung des mildernden Umstands nicht ausreichend begründet, da der Mord kein "äußerst außergewöhnliches und gelegentliches Verhalten" war, sondern auf die Persönlichkeit der Angeklagten und den Mangel an Respekt vor gesetzlichen Rechten hindeutete.
Der neue Prozess wird entscheiden, ob der mildernde Umstand den beiden Verurteilten, die ihre Strafen im Gefängnis von Trikala verbüßen, zu Recht gewährt wurde.