Thessaloniki: Archimandrit und ehemaliger Priester wegen Betrugs in Höhe von 1,3 Millionen Euro vor Gericht

In Thessaloniki stehen ein Archimandrit und ein ehemaliger Priester wegen Betrugs in Höhe von 1,3 Millionen Euro vor Gericht. Sechs Gläubige berichteten, dass die Angeklagten sie überredet hätten, Geld zu geben, und dem Archimandriten eine Position in der Metropole Thessaloniki versprochen hätten.
Den Beschwerden zufolge behaupteten der Archimandrit zusammen mit seinem 63-jährigen Komplizen, dass der Erstere der nächste Metropolit von Thessaloniki werden würde. Einer der Zeugen sagte aus, er habe etwa 200.000 Euro gegeben, weil er glaubte, dass das Geld nach der Wahl zurückgezahlt würde. Er sagte aus, dass ihm eine Schlüsselposition in der Verwaltung der Metropole versprochen worden sei.
Der ehemalige Priester soll gefälschte Briefe mit Siegeln der Erzdiözese Athen, des Präsidenten der Republik, des Ökumenischen Patriarchats und des Finanzministeriums entworfen haben, um die Opfer zu überzeugen. Der Prozess findet vor dem Dreier-Gerichtshof für schwere Straftaten in Thessaloniki statt.
Der Archimandrit wurde von seinen priesterlichen Pflichten suspendiert und befindet sich in vorübergehender Haft. Der ehemalige Priester befindet sich ebenfalls in Haft, während sich zwei Laien gegen Kaution mit einschränkenden Auflagen auf freiem Fuß befinden. Zu den Zeugen gehört Metropolit Philotheos.