Regen bringt Athen Entlastung, aber Wasserknappheit bleibt bestehen

Die jüngsten Regenfälle haben die Wasserreserven Athens vorübergehend entlastet, lösen aber nicht das Problem der Wasserknappheit. Laut EYDAP belaufen sich die Reserven in den Stauseen derzeit auf 560 Millionen Kubikmeter, verglichen mit 667 Millionen Kubikmetern vor einem Jahr und über 900 Millionen Kubikmetern vor zwei Jahren.
Die Klimakrise und die geringeren Niederschläge haben zu einem Abwärtstrend bei den Zuflüssen zu den Stauseen geführt, während der Verbrauch konstant bleibt (ca. 1 Million Kubikmeter pro Tag). EYDAP fördert ein umfangreiches Investitionsprogramm in Höhe von 2,5 Milliarden Euro, um das Problem anzugehen.
Das Programm umfasst den Austausch alter Rohrleitungen, die Reduzierung von Leckagen, die digitale Überwachung von Netzen, die energetische Sanierung von Anlagen und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Wasserversorgungssystems. Auch der Einsatz innovativer Technologien zur Wassereinsparung und Wiederverwendung, wo dies zulässig ist, wird in Betracht gezogen.
EYDAP betont, dass die Wasserwirtschaft verantwortungsvolle Entscheidungen, Investitionen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie eine bewusste Haltung der Gesellschaft erfordert. Das Unternehmen war gezwungen, die Tarife nach 17 Jahren anzupassen, um diese kritischen Projekte zu unterstützen.
Trotz der Anpassung gehören die Tarife von EYDAP weiterhin zu den niedrigsten unter den großen europäischen Städten. EYDAP weist darauf hin, dass die Verantwortung für den Schutz des Wassers kollektiv ist und sowohl den Staat und die Institutionen als auch die Bürger betrifft.