Reaktionen auf mögliche Steuer auf leerstehende Immobilien in Griechenland

Auf dem Immobilienmarkt sind Reaktionen auf die mögliche Einführung einer Steuer auf leerstehende Immobilien in Griechenland ausgelöst worden. Branchenexperten warnen davor, dass eine solche Maßnahme kleine Immobilieneigentümer ins Visier nehmen und Banken und Fonds ungeschoren davonkommen lassen würde.
Der Präsident des Athen-Attika-Immobilienverbandes, Lefteris Potamianos, merkt an, dass die Maßnahme, wenn sie unterschiedslos angewendet wird, die Schwachen belasten und große Immobilienpools unberührt lassen würde. Er betonte, dass die größten Eigentümer leerstehender Immobilien Banken und ausländische Fonds sind, die durch Auktionen Tausende von Immobilien angesammelt haben.
Die Regierung hat bereits die Einführung einer doppelten ENFIA (Grundsteuer) auf Immobilien, die sich im Besitz von Dienstleistern und Banken befinden, ab dem 1. Januar 2026 gesetzlich festgelegt.
Laut ELSTAT (Griechisches Statistisches Amt) wurden im Jahr 2021 in Attika 520.000 leerstehende Wohnungen erfasst, während die landesweite Zahl 2,2 Millionen beträgt.
Ein abschreckendes Mittel für Privatpersonen ist der Mangel an Schutz vor säumigen Mietern.