US-EU-Zölle: Auswirkungen auf griechische Exporte

Die Auswirkungen des Zollabkommens zwischen der EU und den USA auf griechische Unternehmen werden voraussichtlich moderat sein. Das Abkommen sieht Zölle von 15 % auf europäische und amerikanische Produkte vor, mit Ausnahme von Stahl und Aluminium, die bei 50 % bleiben.
Laut einer Studie des Haushaltsbüros des griechischen Parlaments werden die direkten Auswirkungen auf das BIP nicht quantifiziert. Sektoren wie Stahl haben in der Vergangenheit Exportrückgänge von bis zu 85 % erlebt, während andere, wie Aluminium, Zuwächse von bis zu +37 % verzeichneten.
Die National Bank of Greece schätzt, dass eine horizontale Erhöhung der Zölle um 10 % die griechischen Exporte um 1,7 % und das BIP bis 2026 um 0,4 % senken würde.
Der Präsident der Athener Handels- und Industriekammer (EBEA), Yannis Bratakos, stellt fest, dass das Abkommen zwar Vorhersehbarkeit schafft, aber auch Herausforderungen für die europäische Produktion birgt. Besonderes Augenmerk sollte dem Schutz von Produkten wie Olivenöl, Feta-Käse und Weinen gelten.
Vasilis Korkidis, Präsident der Handels- und Industriekammer von Piräus (EBEP), hält das Abkommen für handhabbar und besser als die einseitige Verhängung von Maßnahmen.
Yannis Hatzitheodosiou, Präsident der Athener Berufskammer (EEA), erwartet, dass sich die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft auch negativ auf die griechische Wirtschaft auswirken werden.