Arbeitsunfälle: Alarmierender Anstieg in diesem Sommer in Griechenland

Der Verband der Vereinigungen von Arbeitnehmern technischer Unternehmen Griechenlands (OSETTEE) äußert sich besorgt über den Anstieg der Arbeitsunfälle in Griechenland und spricht von einer „humanitären Krise am Arbeitsplatz“.
Laut dem OSETTEE-Bericht haben seit Anfang 2025 139 Menschen an Arbeitsplätzen ihr Leben verloren, während 209 schwer verletzt wurden. Allein in den ersten sieben Augusttagen gab es sieben Todesfälle, davon vier im Baugewerbe.
Der Verband weist darauf hin, dass 2024 bereits ein „sehr schlechtes Jahr“ für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (YAE) war, mit 149 Arbeitsunfällen und 132 schweren Verletzungen. Sie warnt davor, dass bei Fortsetzung der gleichen Situation die „undenkbare Grenze von 200 Verlusten“ überschritten werden könnte.
Der Präsident von OSETTEE, Andreas Stoimenidis, verbindet den Anstieg der Unfälle mit der in der Beschäftigung verfolgten Politik, den Arbeitsbedingungen in gefährlichen Sektoren sowie der Klimakrise und der Hitzebelastung.
OSETTEE fordert das Arbeitsministerium und die Arbeitgeberorganisationen auf, die Situation zu erörtern und zusammenzuarbeiten, und betont die Notwendigkeit gesetzgeberischer Maßnahmen, um die Arbeit vor Hitzebelastung und extremen Wetterbedingungen zu schützen.