Eurofound: 7 von 10 jungen Erwachsenen in Griechenland leben aufgrund niedriger Löhne noch zu Hause

Laut einer Studie von Eurofound sind fast 7 von 10 jungen Erwachsenen in Griechenland bis zum Alter von 34 Jahren, die den Mindestlohn erhalten, gezwungen, bei ihren Eltern zu wohnen. Dieser Prozentsatz liegt bei 68 %, dem zweithöchsten in der EU nach Bulgarien (71 %).
Sogar junge Menschen, die mehr als den Mindestlohn verdienen, bleiben zu 42 % bei ihren Eltern wohnen, während in nordeuropäischen Ländern wie Schweden und Dänemark die entsprechenden Sätze 11 % und 10 % betragen.
Die Eurofound-Studie 2025 widmet den Wohnungsproblemen ein eigenes Kapitel. Laut der Studie erreichte die jährliche Inflationsrate für Mieten in Griechenland im Juni 11,4 %. Von 2015 bis Ende 2024 stiegen die Mieten in Griechenland durchschnittlich um über 82 %.
Laut einer Umfrage der Bank von Griechenland geben 62 % der Mieter in städtischen Gebieten mehr als 40 % ihres verfügbaren Einkommens für Wohnkosten aus. 40 % gelten als die Schwelle, ab der ein Haushalt unter einer „übermäßigen Wohnkostenbelastung“ leidet.
Die Forscher von Eurofound weisen darauf hin, dass die Kombination aus Mindestlohn und hohen Wohnkosten junge Menschen daran hindert, unabhängig zu werden, was ihre Mobilität und ihr wirtschaftliches Potenzial einschränkt.