Eurostat: Griechenland führt EU-weit bei subjektiver Armut
Laut Eurostat-Daten hat Griechenland den höchsten Prozentsatz an Menschen in der EU, die angeben, Schwierigkeiten zu haben, über die Runden zu kommen und sich arm zu fühlen. Diese Rate erreicht in Griechenland 66,8 %, fast doppelt so hoch wie in Bulgarien, dem zweithöchsten Land, wo die entsprechende Rate 37,4 % beträgt. Es folgt die Slowakei mit 28,7 %.
Griechenland hat seit 2019 einen langsamen Rückgang der subjektiven Armutsquote verzeichnet und ist im letzten Jahrzehnt konstant über 66 % geblieben, im Gegensatz zu anderen Balkanländern wie Serbien und Rumänien, die ihre Raten verbessert haben.
Die niedrigsten Raten subjektiver Armut in der EU werden in den Niederlanden und Deutschland (7,3 %) sowie in Luxemburg (8,5 %) verzeichnet. Auf EU-Ebene gelten 17,4 % der Bevölkerung als subjektiv arm, eine Verbesserung gegenüber 19,1 % im Jahr 2023.
Subjektive Armut bezieht sich auf das Gefühl von Haushalten, Schwierigkeiten zu haben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, im Gegensatz zu objektiver Armut, die auf Einkommenskriterien basiert.
Im Jahr 2024 war die subjektive Armutsquote bei Personen unter 18 Jahren am höchsten (20,6 %). Bei Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren galten 17,3 % als subjektiv arm, während der Anteil bei Personen über 65 Jahren 14,9 % betrug. Alle Altersgruppen zeigten von 2023 bis 2024 einen Rückgang.
Eurostat definiert subjektive Armut als den Zustand, in dem ein Haushalt angibt, 'große Schwierigkeiten' oder 'Schwierigkeiten' bei der Befriedigung seiner Bedürfnisse zu haben.