Schafpocken-Krise: Tausende Todesfälle und Aufgabe von Farmen

Die Schafpocken haben eine schwere Krise in der griechischen Viehwirtschaft verursacht, mit Massentiersterben und wirtschaftlichen Folgen für die Landwirte. Regionen wie Thrakien, Ätolien-Akarnanien, Phthiotis, Serres und Thessalien sind besonders betroffen.
Laut Angaben des Ministeriums für ländliche Entwicklung und Ernährung wurden in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 185.110 Schafe und Ziegen geschlachtet, davon 91.301 im Jahr 2024 und 94.809 im Jahr 2025. Die Ausbrüche der Krankheit belaufen sich auf 322 im Jahr 2024 und 358 bis jetzt im Jahr 2025.
Dimitris Moschos, Präsident des Hellenischen Viehzuchtverbandes (SEK), weist darauf hin, dass über 500 Familien im letzten Jahr die Viehzucht aufgegeben haben, aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die durch die Zoonose verursacht wurden. Dimitris Baloukas, Präsident des Thessalischen Viehzuchtverbandes, berichtet, dass es seit dem Winter in Magnisia und Larissa etwa 40.000 Todesfälle gegeben hat.
Die Landwirte fordern gezielte Impfungen, wie sie 2016 in Spanien durchgeführt wurden, aber das Ministerium für ländliche Entwicklung und Ernährung scheint zögerlich zu sein. Sie prangern auch Verzögerungen bei der Entschädigung und die Unterbesetzung der Veterinärdienste an.
Zu den Folgen der Krise gehören ein Rückgang der Milch- und Fleischproduktion, ein Anstieg der Preise und die Gefahr, dass Produkte fälschlicherweise als griechisch gekennzeichnet werden. SEK schätzt, dass es im Jahr 2025 einen Rückgang der Milchproduktion um 10-15% und der Fleischproduktion um über 30% geben wird.