Taz: «Der Staat hat Geld, die Griechen sind bankrott»

Die deutsche Zeitung taz kritisierte die Wirtschaftspolitik der Regierung Mitsotakis und argumentierte, dass der Staat zwar Geld habe, die Griechen aber bankrott seien. Der Artikel verweist auf negative Sparquoten und ein hohes Maß an subjektiver Armut in Griechenland.
Laut taz konsumieren die Griechen mehr als sie verdienen, mit einer negativen Sparquote in den letzten drei Jahren. Die Zeitung verweist auch auf Eurostat-Daten, die zeigen, dass Griechenland in Europa den ersten Platz in der 'subjektiven Armut' einnimmt, wobei 66,8 % der Haushalte angeben, dass sie große Schwierigkeiten haben, ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Der taz-Artikel kritisiert auch die Verwaltung der Mittel des Wiederaufbaufonds und argumentiert, dass diese an einige wenige große Unternehmen fließen, während kleine und mittlere Unternehmen außen vor bleiben. Darüber hinaus wird auf die hohe private Verschuldung der Griechen verwiesen, die 166 % des BIP entspricht.
Die taz ist nicht das einzige Medium, das die wirtschaftliche Lage in Griechenland kritisiert hat. Das Handelsblatt berichtete, dass Griechenland ein 'Wachstum ohne Wohlstand' aufweise, während die Financial Times darauf hingewiesen haben, dass fast ein Drittel der Griechen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind.