Tsiaras aus Lesbos: Priorität auf die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche

Der Minister für ländliche Entwicklung und Ernährung, Kostas Tsiaras, besuchte Lesbos und betonte die Notwendigkeit der strikten Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Ziel ist es, die Viehzüchter und Käsehersteller der Insel zu unterstützen.
Während der Treffen mit Vertretern der lokalen Produktion und der lokalen Regierung betonte Herr Tsiaras, dass die unmittelbare Priorität darin besteht, die Übertragung des Virus zu begrenzen, da diese Entwicklung die griechische Viehzucht als Ganzes betrifft. Die Regierung ist bereit, alle verfügbaren Unterstützungsmaßnahmen zu aktivieren, wobei die entscheidende Herausforderung darin besteht, die Ausbreitung zu stoppen.
Herr Tsiaras wies darauf hin, dass die Entschädigung für Tiere, die aufgrund von Pest und Schafpocken geschlachtet werden, auf maximal 250 Euro pro Tier erhöht wurde, was mehr als doppelt so hoch ist wie der europäische Durchschnitt. Außerdem wird eine Entschädigung für Einkommensverluste und Tierfutter aufgrund von Weidebeschränkungen gewährt.
Der Minister betonte die Notwendigkeit einer getreuen Umsetzung der Biosicherheitsregeln für 40 Tage, was zur Ausrottung des Virus führen kann. Er warnte davor, dass sich das Risiko auf die gesamte griechische Viehzucht ausweiten wird, wenn die Situation in Lesbos nicht unter Kontrolle gebracht wird.
Spezialisten der Europäischen Kommission prüfen in Zusammenarbeit mit den Tierärzten des Ministeriums die Daten über die Ausbreitung der Krankheit und die ergriffenen Maßnahmen. Bisher wurden die Interventionen positiv bewertet.
In Bezug auf die Möglichkeit einer Impfung stellte Herr Tsiaras klar, dass sich der Fall der Maul- und Klauenseuche von dem der Schafpocken unterscheidet, da es einen zugelassenen europäischen Impfstoff und eine DIVA-Methode gibt. Ein solcher Weg würde jedoch den Verlust des Status als 'freies Land' für einen langen Zeitraum mit sich bringen, mit Exportbeschränkungen.