Griechische Inseln: Ärztemangel während der Touristensaison

Auf den griechischen Inseln wird über einen gravierenden Mangel an medizinischem Personal berichtet, insbesondere während der Hauptsaison. Anästhesisten, Kinderärzte und Pathologen fehlen in Gesundheitszentren und Krankenhäusern, trotz der finanziellen Anreize, die das Gesundheitsministerium bietet.
POEDIN (Panhellenischer Verband der Beschäftigten öffentlicher Krankenhäuser) berichtet, dass das Luftrettungssystem wie ein 'Gips' für den gebrochenen NHS funktioniert.
Beispielsweise werden in Naxos aufgrund fehlender Anästhesisten keine Operationen außer orthopädischen Eingriffen durchgeführt. In Kefalonia besteht die Gefahr von Kündigungen aufgrund von Arbeitserschöpfung. In Kythira hat der einzige Anästhesist gekündigt, und es gibt keinen Pathologen.
In Milos gibt es keine Kinderärzte oder Kardiologen. In Naxos gibt es keinen Radiologen, während in Karpathos die Radiologieabteilung an Wochenenden und Nächten geschlossen ist. In Korfu werden CT-Scans von einem privaten Labor durchgeführt.
In Kos hat sich die Situation mit der Anwesenheit von zwei privaten Pathologen und einem festangestellten sowie drei Kardiologen verbessert. In der chirurgischen Klinik gibt es jedoch Probleme.
Der Präsident von POEDIN, Michalis Giannakos, betont, dass die finanziellen Anreize nicht ausreichen, um die Situation umzukehren, und dass der NHS einen Neustart benötigt.