Das Massaker von Apiranthos in Naxos durch die 'Provisorische Regierung' von Venizelos
Das Massaker in Apiranthos, Naxos, durch die 'Provisorische Regierung' von Eleftherios Venizelos, ist eine der dunkelsten Seiten der modernen griechischen Geschichte. Dieses Ereignis fand im Kontext des Nationalen Schismas statt, einem Konflikt zwischen Venizelos-Anhängern und Royalisten bezüglich des Eintritts des Landes in den Ersten Weltkrieg.
Die 'Provisorische Regierung' oder 'Regierung der Nationalen Verteidigung' mit Sitz in Thessaloniki versuchte, in Regionen des alten Griechenlands zu expandieren, was Reaktionen auslöste. In Apiranthos weigerten sich die Einwohner, die Regierung anzuerkennen, was zur Entsendung von Militärkräften und eines Torpedoboots führte.
Am 1. November 1917 schickte Leutnant Dimitrios Samartzis ein Ultimatum, in dem er die Übergabe von Waffen und den Beitritt zur Provisorischen Regierung forderte. Die Weigerung der Einwohner führte zu einem heftigen Angriff am 2. Januar 1917. Das Torpedoboot 'Thetis' eröffnete das Feuer, während Soldaten vom Land aus angriffen. Quellen zufolge wurden 32 Einwohner von Apiranthos getötet und 44 verletzt, darunter Frauen und Kinder.
Apiranthos trat der 'Provisorischen Regierung' schließlich am 5. Februar 1917 bei. Die Aufdeckung des Massakers erfolgte erst 1920 mit der vorübergehenden Aufhebung der Zensur.
Widerstand gegen die 'Provisorische Regierung' gab es auch auf anderen Inseln der Kykladen und der Ionischen Inseln.