Prozess zum Zugunglück von Tempi: Spannungen und Reaktionen am ersten Tag

Spannungen und Reaktionen prägten den ersten Tag des Prozesses zum Zugunglück von Tempi, der im „Gaiopolis“-Komplex der Universität Thessalien stattfand. Angehörige der Opfer und Überlebende äußerten ihre Empörung über die Ungeeignetheit des Gerichtssaals und die Bedingungen, unter denen der Prozess geführt wird.
Seit dem frühen Morgen standen vor dem Gerichtsgebäude Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei, während sich Angehörige der Opfer, Anwälte und Journalisten vor Ort versammelten. Der Gerichtssaal erwies sich als unzureichend, um alle Anwesenden unterzubringen, was zu Spannungen und Ohnmachtsanfällen führte.
Verteidigeranwälte wiesen auf die Ungeeignetheit des Gerichtssaals hin, während der Vertreter der Anwaltskammern, Theodoros Mantas, vorschlug, dass die Anwälte sich enthalten sollten. Die Gerichtspräsidentin Georgia Stefanidou vertagte den Prozess und setzte eine neue Anhörung für den 1. April an, mit dem Versprechen, dass bessere Maßnahmen ergriffen würden.
Angehörige der Opfer und Anwälte äußerten ihre Enttäuschung über die Bedingungen, unter denen der Prozess geführt wurde, und verwiesen auf das Fehlen grundlegender Voraussetzungen und eine Vertuschung. Pavlos Aslanidis, Präsident des Vereins der Angehörigen der Opfer von Tempi, erklärte, dass die Wahl des Veranstaltungsortes kein Zufall gewesen sei und dass sie nicht wollten, dass der Prozess beginne.