Tempi-Prozess: Chaos und Unterbrechungen wegen ungeeignetem Gerichtssaal

Beim Auftakt des Prozesses um die Tragödie von Tempi herrschte Chaos, da viele Angehörige der Opfer und Anwälte nicht in den Gerichtssaal des Konferenzzentrums „Gaiopolis“ der Universität Thessalien passten. Der vorsitzende Richter unterbrach die Sitzung aufgrund heftiger Proteste viermal.
Sowohl die Verteidiger als auch die Ankläger forderten, dass der Prozess in einem anderen Gerichtssaal stattfindet, und bezeichneten den Vorgang als „Fiasko“. Sie drohten sogar mit der Amtsenthebung, während die Familien der Opfer die Möglichkeit eines Rückzugs aus dem Prozess offen ließen.
Die nächste Anhörung wurde für den 1. April angesetzt, wobei die Frage des Gerichtssaals offen blieb. Das Justizministerium behauptet, dass der Saal eine Kapazität von 450 Plätzen hat und die Probleme bis zur nächsten Anhörung gelöst werden. Die Anwälte bleiben jedoch pessimistisch.
Viele Angehörige fordern einen Wechsel des Gerichtssaals und weisen darauf hin, dass sie das Verfahren nicht verzögern, sondern unter würdigen Bedingungen durchführen wollen.