Autoimmunerkrankungen: Doppeltes Risiko für Depressionen & psychische Störungen

Eine neue wissenschaftliche Studie, die in BMJ Mental Health veröffentlicht wurde, zeigt, dass Autoimmunerkrankungen das Risiko für die Entwicklung psychischer Störungen deutlich erhöhen. Betroffene haben ein bis zu doppelt so hohes Risiko, an Depressionen, Angstzuständen und bipolaren Störungen zu erkranken.
Die Studie der Universität Edinburgh unterstreicht die Rolle chronischer Entzündungen bei der Entstehung psychischer Erkrankungen. Die Forschung basierte auf Daten von 1,5 Millionen Teilnehmern des Programms „Our Future Health“ im Vereinigten Königreich.
Die Ergebnisse zeigten, dass bei 29 % der Menschen mit Autoimmunerkrankungen eine emotionale Störung diagnostiziert wurde, verglichen mit 18 % in der Allgemeinbevölkerung. Frauen mit Autoimmunerkrankungen wiesen im Vergleich zu Männern höhere Raten an emotionalen Störungen auf (32 % gegenüber 21 %).
Die Forscher betonen die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes bei Autoimmunerkrankungen, wobei der Schwerpunkt auf der psychischen Unterstützung der Patienten und der regelmäßigen Untersuchung auf psychische Störungen liegt.