Krankenschwesternmangel: Massenexodus ins Ausland

Der Mangel an Krankenschwestern im Nationalen Gesundheitssystem (ΕΣΥ) entwickelt sich zu einer Krise. Die Defizite in öffentlichen Krankenhäusern übersteigen 15.000, während jedes Jahr etwa 250 Krankenschwestern Griechenland verlassen.
Das Interesse an universitären Krankenpflegeabteilungen nimmt ab. Laut Dimitris Skoutelis, Präsident des griechischen Krankenpflegeverbandes (ΕΝΕ), konnten in diesem Jahr nur 75 % der verfügbaren Stellen besetzt werden.
Niedrige Löhne und schwierige Arbeitsbedingungen treiben viele Krankenschwestern ins Ausland. In Zypern erhält eine neu ernannte Krankenschwester 1.700 € pro Monat, während das Einkommen in Griechenland 850 € nicht übersteigt.
Griechenland liegt mit einem Verhältnis von 4 Krankenschwestern pro 1.000 Einwohner im Vergleich zu einem Durchschnittswert von 8 am Ende der OECD-Länder.
D. Skoutelis schlägt Anreize vor, wie z. B. die Aufnahme von Krankenschwestern in gefährliche und gesundheitsschädliche Berufe, um das Problem anzugehen.