Plasmaspender: Ein Eckpfeiler der Gesundheitsversorgung in der EU

Die freiwillige Plasmaspende ist entscheidend für die Herstellung von Arzneimitteln auf Basis von Humanplasma (PDMPs), die für die Behandlung seltener und chronischer Krankheiten bei über 300.000 Patienten in ganz Europa unerlässlich sind. Die Nachfrage nach diesen Medikamenten steigt rasant.
Die Behandlung eines Patienten mit Immunschwäche erfordert 130 Plasmaspenden jährlich, während die Behandlung von Hämophilie 1.200 Spenden erfordert. PDMPs haben keine Substitute, was die freiwillige Spende unerlässlich macht.
Die Plasmapherese ist ein sicheres 90-minütiges Verfahren, bei dem Plasma von anderen Blutbestandteilen getrennt wird.
Europa ist mit einem Plasmamangel konfrontiert und deckt 40% seines Bedarfs durch Importe aus den USA. Der Bedarf an Immunglobulinen steigt jährlich um 6,7%.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat plasmabasierte Arzneimittel in die Liste der kritischen Arzneimittel aufgenommen. Die Europäische Kommission hat den Critical Medicines Act (CMA) vorgeschlagen, um die Verfügbarkeit kritischer Arzneimittel zu verbessern.
Um die Plasmaspenden zu erhöhen, müssen die freiwilligen Beiträge gestärkt und die nationalen Gesetze überarbeitet werden. Länder wie Österreich, Ungarn, die Tschechische Republik und Deutschland mit gemischten Sammelsystemen decken ihren Bedarf und exportieren Plasma.
Freiwillige Plasmaspender sind für die medizinische Versorgung von Hunderttausenden von Patienten von entscheidender Bedeutung.