Studie: Ultraverarbeitete Lebensmittel und Sterblichkeit bei Krebsüberlebenden

Neue wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass der häufige Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln mit einem erhöhten Sterberisiko bei Krebsüberlebenden verbunden ist. Die Studie, die in Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht wurde, basierte auf Daten von 802 Männern und Frauen mit einer Krebsvorgeschichte aus der italienischen Moli-sani-Studie.
Die Teilnehmer wurden hinsichtlich ihrer Ernährungsgewohnheiten nach der Diagnose beobachtet. Als ultraverarbeitete Lebensmittel wurden solche definiert, die einer umfangreichen industriellen Verarbeitung unterzogen wurden und Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Emulgatoren, Geschmacksverstärker und künstliche Farbstoffe enthalten, wie z. B. Fertiggerichte, verarbeitetes Fleisch, verpackte Snacks, Erfrischungsgetränke und industriell hergestellte Süßigkeiten.
Während der Studie wurden 281 Todesfälle registriert. Der Konsum großer Mengen ultraverarbeiteter Lebensmittel war mit einem 50 % höheren Sterberisiko jeglicher Ursache und einem erhöhten Sterberisiko durch Krebs verbunden.
Dieser Zusammenhang blieb auch nach Bereinigung um die allgemeine Ernährungsqualität bestehen. Forscher glauben, dass erhöhte Entzündungen und eine höhere Ruheherzfrequenz diesen Zusammenhang erklären könnten.
Die wichtigste Botschaft ist, ultraverarbeitete Lebensmittel zu reduzieren und auf frische, minimal verarbeitete Lebensmittel umzusteigen.
Eine praktische Regel ist die Überprüfung des Etiketts: Produkte mit mehr als fünf Zutaten oder mit Lebensmittelzusatzstoffen gehören wahrscheinlich zu dieser Kategorie.
Die Forscher betonen, dass die Studie beobachtend ist und keinen direkten kausalen Zusammenhang beweist, aber die Bedenken hinsichtlich ultraverarbeiteter Lebensmittel verstärkt.
Quelle: ΑΠΕ