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Narzissmus: Ist er erblich?

By Staff
Narzissmus: Ist er erblich?
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Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Narzissmus weitgehend erblich ist und eher mit Genen als mit Erziehung zusammenhängt. Die Studie, veröffentlicht in Social Psychological and Personality Science, untersuchte die Persönlichkeitsmerkmale von Tausenden von Zwillingen und ihren Familien.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass narzisstische Tendenzen biologisch von Eltern an Kinder weitergegeben werden, während Erfahrungen im familiären Umfeld keine wesentliche Rolle bei der Ausprägung dieses Merkmals zu spielen scheinen.

Narzissmus ist ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, das ein Gefühl der Grandiosität, ein Bedürfnis nach Bewunderung, eine Erwartung einer bevorzugten Behandlung und ein starkes Verlangen nach sozialem Status umfasst. Wissenschaftler versuchen zu verstehen, wie Narzissmus „geboren“ wird, da er sich tendenziell ab der Adoleszenz stabilisiert.

Die Forschung verwendete Daten aus dem German TwinLife project, einer großen Datenbank von Zwillingen. Die Stichprobe umfasste 6.715 Personen, darunter monozygote und dizygote Zwillinge, ihre Geschwister, ihre Eltern und die Partner der erwachsenen Teilnehmer. Die Teilnehmer füllten Fragebögen aus, die verschiedene Aspekte des Narzissmus bewerteten.

Die Ergebnisse zeigten, dass etwa die Hälfte der Unterschiede im Narzissmusniveau auf Gene zurückzuführen sind, während die andere Hälfte auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen ist. Das gemeinsame familiäre Umfeld schien keine messbare Wirkung zu haben.

Die Forscher betonen, dass weitere Forschung erforderlich ist, um die biologischen Mechanismen zu verstehen, die Gene beeinflussen, und wie eine angeborene Sensibilität für sozialen Status auf Lebenserfahrungen „trifft“.

Quelle: Vita