Neue Studie: Bewegungsmangel beeinflusst Fettleibigkeit nicht wesentlich

Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Ernährung eine zehnmal größere Rolle spielt als körperliche Aktivität bei Fettleibigkeit. Die in PNAS veröffentlichte Studie untersuchte verschiedene Gesellschaften und stellte fest, dass Einwohner entwickelter Länder etwa die gleiche Anzahl an Kalorien verbrennen wie Jäger und Sammler.
Die von Herman Pontzer von der Duke University geleitete Forschung nutzte Daten von 4.200 Personen aus 34 Populationen. Die Freiwilligen unterzogen sich Körperfettmessungen und konsumierten Wasser mit schweren Sauerstoff- und Wasserstoffisotopen, um den täglichen Energieverbrauch zu messen.
Die Ergebnisse zeigten, dass der Energieverbrauch bei allen nahezu gleich war, unabhängig vom Aktivitätsniveau. Pontzer argumentiert, dass der Körper den Energieverbrauch innerhalb bestimmter Grenzen hält und nicht-essentielle Funktionen unterdrückt, wenn der Energiebedarf hoch ist.
Die Forscher betonen, dass sich die Politik zur Bekämpfung von Fettleibigkeit auf die Reduzierung von Kalorien konzentrieren sollte, insbesondere aus hochverarbeiteten Lebensmitteln. Bewegung ist weiterhin wichtig für die Gesundheit, reicht aber nicht aus, um Fettleibigkeit zu verhindern.