Sudan: Fast 100.000 Cholera-Fälle in einem Jahr registriert

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden im Sudan seit Juli 2024 fast 100.000 Cholera-Fälle registriert. Das Land ist seit zweieinhalb Jahren von einem Bürgerkrieg geplagt, der die humanitäre Krise verschärft.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass die unerbittliche Gewalt Hunger, Epidemien und weitverbreitetes Leid für die Zivilbevölkerung verursacht hat. In vielen Gebieten, darunter Khartum, wurden Impfkampagnen gegen Cholera gestartet.
Es wird erwartet, dass die jüngsten Überschwemmungen die Unterernährung verschlimmern und die Fälle von Cholera, Malaria und Denguefieber erhöhen werden. In El Fasher sollen die Bewohner Tierfutter essen, um zu überleben. Schätzungsweise 770.000 Kinder unter fünf Jahren werden in diesem Jahr an schwerer akuter Mangelernährung leiden.
Seit April 2023 befindet sich der Sudan in einem Bürgerkrieg zwischen der Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces, der zur Vertreibung von Millionen von Menschen und zum Tod von Zehntausenden geführt hat.
Quelle: APE