Beckenanpassungen ermöglichten es dem Menschen, aufrecht zu gehen

Eine neue Studie, die in Nature veröffentlicht wurde, enthüllt zwei evolutionäre Anpassungen im Becken, die es dem Menschen ermöglichten, sich auf zwei Beine zu stellen. Die Entwicklung des Bipedalismus war ein wichtiges Ereignis in der Menschheitsgeschichte, das die Hände für Aufgaben wie den Gebrauch von Werkzeugen und die Schaffung von Kunstwerken freimachte.
Die Studie identifizierte Veränderungen in der embryonalen Entwicklung, die dem menschlichen Becken seine charakteristische Schalenform verliehen, die für das aufrechte Gehen unerlässlich ist. Forscher untersuchten anatomische, histologische und genetische Merkmale des Beckens in menschlichen Embryonen und verglichen sie mit Embryonen von Mäusen und Primaten.
Die Unterschiede wurden in den Darmbeinknochen gefunden. Eine wichtige Veränderung ist die 90-Grad-Drehung der Epiphysenfuge der Darmbeinknochen nach der siebten Woche nach der Empfängnis, die dem Becken seine breite und kurze Form verleiht. Eine zweite Veränderung beinhaltet die schnellere Umwandlung von Darmbeinknorpel in Knochen, wodurch das Becken seine Form beim Wachsen beibehalten kann.
Die Forscher identifizierten auch 300 Gene, die an diesen Anpassungen beteiligt sind, darunter Gene, die die Entwicklung von Knorpel und Darmbeinknochen regulieren. Die Studie unterstreicht die Bedeutung dieser evolutionären Veränderungen für das Aufkommen des Bipedalismus und die anschließende Zunahme der Gehirngröße.