Airbus, Thales, Leonardo: Europäische Antwort auf Starlink

Airbus, Thales und Leonardo arbeiten zusammen, um ein neues europäisches Joint Venture zu gründen, das ihre Satellitenaktivitäten konsolidieren soll. Dieser Schritt zielt darauf ab, die europäische Wettbewerbsfähigkeit gegenüber globalen Giganten wie Elon Musks Starlink zu stärken.
Die Vereinbarung, die voraussichtlich im Jahr 2027 in Kraft treten wird, bedarf der Zustimmung der europäischen Aufsichtsbehörden. Das neue Unternehmen wird rund 25.000 Mitarbeiter beschäftigen und unter einem gemeinsamen Kontrollmodell betrieben, wobei Airbus 35 % und Thales und Leonardo jeweils 32,5 % halten.
Prognosen zufolge wird die Zusammenarbeit fünf Jahre nach dem Start jährliche Synergieeffekte in Höhe von Hunderten von Millionen Euro generieren. Die Initiative, bekannt als 'Projekt Bromo', folgt dem Modell des erfolgreichen europäischen Raketenherstellers MBDA.
Europäische Konzerne wollen der wachsenden Konkurrenz durch neue Unternehmen begegnen, die kleine, kostengünstige Satelliten für die erdnahe Umlaufbahn bauen, die traditionelle Systeme für die geostationäre Umlaufbahn überholt haben. Die Konsolidierung gilt als entscheidend für die Stärkung der europäischen Präsenz in der Satellitenindustrie.