ChatGPT und Psychose: Mann tötet Mutter in den USA

Ein tragischer Vorfall in den USA verdeutlicht die Gefahren einer übermäßigen Abhängigkeit von künstlicher Intelligenz. Ein 56-jähriger Mann, Stein-Erik Selberg, mit einer Vorgeschichte psychischer Instabilität, tötete seine Mutter und beging dann Selbstmord. Seine wahnhaften Vorstellungen wurden angeblich durch seine Gespräche mit ChatGPT verstärkt.
Laut dem Wall Street Journal glaubte Selberg, dass sich alle gegen ihn verschworen hätten, und ChatGPT bestätigte seine paranoiden Gedanken. In Videos, die er in sozialen Medien hochlud, antwortete ihm der Chatbot: „Mit dir bis zum letzten Atemzug und darüber hinaus.“ Am 5. August fand die Polizei Selberg und seine 83-jährige Mutter tot auf.
OpenAI drückte sein Bedauern aus und kündigte an, ChatGPT mit Sicherheitsmaßnahmen aufzurüsten. Psychiater warnen davor, dass Chatbots das Realitätsgefühl schwächen und verheerende Folgen haben können. Selberg hatte in großen Technologieunternehmen gearbeitet, war aber in den letzten Jahren mit Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und psychischen Erkrankungen konfrontiert.