Afghanistan: Hunderte Tote bei Bombenanschlag auf Reha-Zentrum

Mindestens 400 Menschen wurden bei einem Luftangriff auf ein Drogenrehabilitationszentrum in Kabul, Afghanistan, getötet, wie die Taliban-Regierung mitteilte. Pakistan hat bestritten, das Zentrum angegriffen zu haben, und behauptet, es habe "technische Unterstützungsinfrastruktur und Munitionslager" getroffen.
Augenzeugen berichten, dass Opfer in ihren Betten verbrannten und von einstürzenden Mauern zerquetscht wurden. Der Krankenwagenfahrer Haji Fahim beschrieb eine Szene, in der "alles brannte, Menschen brannten".
Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Abdul Matin Qani, berichtete, dass 408 Menschen getötet und 265 verletzt wurden. Omid Stanikzai, ein Wachmann des Zentrums, sagte, er habe vor dem Angriff ein Kampfflugzeug gehört.
Der Norwegische Flüchtlingsrat berichtete, dass seine Mitarbeiter eine große Anzahl von Opfern gesehen hätten. Patienten beschrieben Szenen der Panik und des Entsetzens.
Die UN hat eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls gefordert. Der Sprecher des Menschenrechtsbüros, Thameen Al-Kheetan, betonte die Notwendigkeit einer sofortigen, unabhängigen und transparenten Untersuchung.
Das Rehabilitationszentrum, auch bekannt als Omid Camp, wurde 2016 gegründet und bot Patienten eine Berufsausbildung an.
Indien verurteilte den Angriff, während China zur Zurückhaltung aufrief.