Japan: Ist es bereit für die erste Premierministerin?

Das Rennen um die Nachfolge des japanischen Premierministers hat begonnen, nachdem Premierminister Shigeru Ishiba seine Absicht zum Rücktritt geäußert hat. Zwei Namen stechen hervor: die ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Sicherheit Sanae Takaichi und der derzeitige Landwirtschaftsminister Shinjiro Koizumi.
Eine Nikkei-Umfrage ergab, dass Takaichi mit 23 % der Stimmen führt, während Koizumi 22 % erhielt. Wenn sie gewählt würde, wäre sie die erste Frau, die die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt anführt. Tomohiko Taniguchi, ehemaliger Berater von Shinzo Abe, erklärte, dass die Wählerinnen und Wähler eher bereit für eine weibliche Führungskraft seien, als viele annehmen.
Ishiba tritt zurück, um die Verantwortung für Wahlverluste zu übernehmen, inmitten einer Krise der Lebenshaltungskosten und nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit den USA.
Takaichi ist eine 'Apostelin der Abenomics' und unterstützt die Überarbeitung der Verfassung. Koizumi, Sohn des ehemaligen Führers Junichiro Koizumi, gilt als sichere Wahl.
Während die LDP-Komeito die Regierungskoalition ist, trifft das Unterhaus die endgültige Wahl des Premierministers. Alle Oppositionsabgeordneten könnten den nächsten Premierminister wählen, wenn sie sich hinter einem Kandidaten vereinen.