Kongo: Mindestens 200 Tote bei Erdrutsch in Mine

Mindestens 200 Menschen, darunter etwa 70 Kinder, sind bei einem Erdrutsch in einer Coltan-Mine in Rubaya, Demokratische Republik Kongo, ums Leben gekommen. Das Unglück wurde durch starke Regenfälle verursacht.
Die Rubaya-Mine, die von der bewaffneten Gruppe M23 kontrolliert wird, produziert 15-30% des weltweiten Coltan, einem Mineral von strategischer Bedeutung für die Elektronikindustrie. Laut Augenzeugen ereignete sich der Erdrutsch im 'Gassassa-Steinbruch' in der Nähe von Goma.
Die Behörden haben eine Evakuierungsanordnung für das Gebiet erlassen. Die Mine wird hauptsächlich von illegalen Arbeitern betrieben, und die M23 soll Einnahmen aus der Produktion und dem Handel mit Mineralien erzielen.
In den letzten Tagen kam es in der Region zu Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und der M23.