Nagasaki: Glocke läutet 80 Jahre nach Atombombenabwurf erneut

In Nagasaki fand ein Gedenkgottesdienst statt, 80 Jahre nach dem Atombombenabwurf. Um 11:02 Uhr, dem Zeitpunkt der Explosion, wurde eine Schweigeminute eingelegt und die Domglocke läutete zum ersten Mal seit der Zerstörung.
Die Kathedrale war durch die Atombombe zerstört und im Frühjahr von amerikanischen Christen restauriert worden. Der Bürgermeister der Stadt, Shiro Suzuki, forderte ein Ende der bewaffneten Konflikte.
An der Gedenkfeier nahmen Delegationen aus über hundert Ländern teil, darunter Russland und Israel. Atsuko Higuchi, eine Einwohnerin von Nagasaki, betonte die Bedeutung der Bewahrung der Erinnerung an die Ereignisse.
Die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis wurde 1959 wieder aufgebaut. Priester Kenichi Yamamura betonte, dass die Restaurierung die Größe der menschlichen Existenz und die Notwendigkeit zeige, die Wunden der Vergangenheit zu heilen.
Ein amerikanischer Universitätsprofessor, James Nolan, sammelte Spenden für die Restaurierung der Glocke und hob die Geschichte der Christen von Nagasaki hervor.