Pakistan: Über 100 Tote bei Zusammenstößen in Belutschistan

In Belutschistan, Pakistan, sind bei stundenlangen Zusammenstößen zwischen Separatisten und Sicherheitskräften mindestens 100 Menschen getötet worden. Unter den Toten sind Zivilisten, Soldaten und Aufständische.
Die Angriffe ereigneten sich in verschiedenen Städten der Provinz, wobei sich die Balochistan Liberation Army (BLA) zu den Anschlägen bekannte. Der pakistanische Premierminister Shabaz Sharif beschuldigte Indien, die Separatisten zu unterstützen.
In Quetta, der Provinzhauptstadt, wurden mehrere Explosionen gemeldet. Der Zugverkehr wurde eingestellt und die Mobilfunkdienste waren gestört. In der Gegend von Mastung befreiten Separatisten Gefangene und griffen eine Polizeistation an.
Die Provinz Belutschistan ist reich an Kohlenwasserstoffen, aber ein großer Teil der Bevölkerung lebt in Armut. Separatisten behaupten, dass ihre Region von der Zentralregierung geplündert wird.
Die separatistische Operation mit dem Namen Herof 2.0 ist im Gange, wobei Berichte über eine starke Präsenz von BLA-Mitgliedern in 12 Städten Belutschistans vorliegen.