Europa: Kriegsvorbereitungen, Infrastruktur hinkt hinterher

Europa erhöht inmitten geopolitischer Spannungen die Verteidigungsausgaben, aber die Infrastruktur des Kontinents ist möglicherweise nicht für die schnelle Verlegung von Truppen und Ausrüstung gerüstet.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, stellte den Plan ReArm Europe vor, der darauf abzielt, bis zu 800 Milliarden Euro zur Stärkung der europäischen Verteidigung zu mobilisieren. Die Organisation StopReArmEurope lehnt den Plan ab und argumentiert, dass diese Mittel von sozialen Diensten abgezogen würden.
Der griechische Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas warnte, dass Europas Straßen, Brücken und Eisenbahnen für den schnellen Transport von militärischer Ausrüstung ungeeignet seien. Die EU plant, 17 Milliarden Euro in 500 Infrastrukturprojekte zu investieren, um die militärische Mobilität zu verbessern.
Tzitzikostas betonte, dass die Verteidigung des Kontinents unmöglich wäre, wenn sich europäische Armeen nicht schnell bewegen könnten, und fügte hinzu, dass die Kommission beabsichtige, die Bürokratie an den Grenzübergängen abzubauen.
Der Plan zur militärischen Mobilität ergänzt die Vereinbarung der NATO-Mitglieder, das Ziel für die Verteidigungsausgaben auf 5 % des BIP zu erhöhen.