Frankreich drängt auf EU-Untersuchung gegen Shein nach Puppen-Skandal

Frankreich erhöht den Druck auf die Europäische Union, eine Untersuchung gegen das chinesische Unternehmen Shein einzuleiten, nachdem auf seiner Plattform der Verkauf von Sexpuppen mit kindlichen Zügen und illegalen Waffen entdeckt wurde.
Die französischen Behörden haben bereits ein Verfahren zur Aussetzung der Geschäftstätigkeit von Shein im Land wegen der illegalen Produkte eingeleitet. Der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure und die Ministerin für digitale Angelegenheiten, Anne le Hénanff, sandten einen Brief an die EU-Kommissarin für Technologie, Henna Virkkunen, in dem sie eine sofortige Untersuchung forderten.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot forderte die Europäische Kommission auf, Sanktionen gegen Shein zu verhängen, da das Unternehmen gegen europäische Regeln verstoße.
Shein hat seine Shopping-Plattform in Frankreich bereits ausgesetzt und den Verkauf von Sexpuppen weltweit eingestellt. Das Unternehmen war bereits zuvor ins Visier der französischen Behörden geraten und erhielt im Jahr 2025 Geldbußen in Höhe von 191 Millionen Euro wegen Verstößen im Zusammenhang mit Falschwerbung, Online-Cookies und der Nichtdeklaration von Mikroplastik.
Der Vorfall ereignet sich wenige Tage vor der Eröffnung des ersten physischen Geschäfts von Shein in Paris, was Reaktionen ausgelöst hat.