Deutschland: Merz fordert Stärkung der Verteidigung, warnt vor „falscher Sicherheit“

Kanzler Friedrich Merz warnte vor einer „falschen Sicherheit“ in Deutschland und forderte angesichts des Krieges in der Ukraine verstärkte Verteidigungsanstrengungen. Nach aktuellen Finanzplänen soll sich der Verteidigungshaushalt bis 2029 auf 152,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.
Merz betonte die Notwendigkeit, die Arbeit der Soldaten zu würdigen, besuchte Militärstützpunkte und legte im Wald der Erinnerung eine weiße Rose nieder.
Auf dem SPD-Parteitag gab es Uneinigkeit über die Wehrpflicht, wobei ein Kompromiss erzielt wurde, der es der Bundeswehr ermöglicht, im Bedarfsfall junge Männer einzuziehen, ohne Wehrpflicht. Verteidigungsminister Boris Pistorius sprach sich für die Wehrpflicht aus, falls sich nicht genügend Freiwillige melden.
Merz forderte Unternehmen auf, ihren Mitarbeitern zu ermöglichen, ihren Wehrdienst zu leisten und als Reservisten an Übungen teilzunehmen.