Deutschland: Verwirrung um Reisegenehmigung der Bundeswehr

In Deutschland ist Aufruhr entstanden, nachdem Berichte über die Verpflichtung von Männern im Alter von 17 bis 45 Jahren, eine spezielle Genehmigung der Bundeswehr für Auslandsreisen von mehr als 3 Monaten einzuholen, veröffentlicht wurden.
Die Bestimmung, die in einem Gesetzentwurf des Verteidigungsministeriums enthalten ist, hat Reaktionen und Verwirrung ausgelöst. Das Verteidigungsministerium räumt das Problem ein und bereitet eine gesetzliche Regelung vor, um die Reaktionen zu beschwichtigen.
Die Frankfurter Rundschau hob das Thema hervor und erklärte, dass Männer gemäß Artikel 3 Absatz 2 des Wehrpflichtgesetzes von 1965 eine Genehmigung einholen müssen, wenn sie beabsichtigen, sich länger als drei Monate nicht in Deutschland aufzuhalten.
Trotz der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 blieb die Bestimmung in Kraft und wurde mit dem neuen Wehrpflichtgesetz ab dem 1.1.2026 wieder in Kraft gesetzt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, dass sich „vorerst nichts für die Männer ändert“ und dass sie keine Genehmigung für ihre Reisen benötigen. Das Ministerium wird voraussichtlich im Laufe der Woche die Ausnahme von der Verordnung gesetzlich festlegen.
Die Grünen haben eine sofortige Änderung der Gesetzgebung gefordert, während die Linke Bedenken hinsichtlich einer möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht geäußert hat.