Rheinmetall eröffnet größtes Munitionswerk in Deutschland

Das deutsche Unternehmen Rheinmetall hat in Unterlüß, in der Nähe von Hannover, das größte Munitionsproduktionswerk Europas eröffnet. Dieser Schritt erfolgt inmitten verstärkter Diskussionen über die Sicherheit der Ukraine und erheblicher deutscher Investitionen in seine Streitkräfte.
An der Eröffnungszeremonie nahmen der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Armin Papperger, der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil, der Verteidigungsminister Boris Pistorius und der NATO-Generalsekretär Mark Rutte teil.
Das Werk, dessen Bau im Jahr 2024 begann, soll bis 2027 jährlich 350.000 155-mm-Granaten produzieren. Die Investition beläuft sich auf 500 Millionen Euro und es werden voraussichtlich über 500 Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus wird ab 2026 die Produktion von Artillerieraketen aufgenommen.
Rheinmetall baut seine Präsenz in Europa mit neuen Einheiten in Spanien, Ungarn und Litauen aus und plant gleichzeitig ein Werk in der Ukraine. Papperger erwähnte bürokratische Verzögerungen.
Der Geschäftsbereich Waffen und Munition von Rheinmetall verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatz von 724 Millionen Euro. Kürzlich wurde auch ein Werk in Weeze für die Produktion von F-35 Flugzeugteilen eröffnet.