Irland: Unruhen in Dublin nach Anti-Immigranten-Protesten

In Dublin, Irland, stiegen die Spannungen, als den zweiten Tag in Folge Anti-Immigranten-Proteste stattfanden. Die Proteste begannen nach einem Angriff auf ein 10-jähriges Mädchen, für den ein afrikanischer Einwanderer angeklagt wird.
Laut der Irish Times nahmen über 500 Menschen an den Demonstrationen teil, bei denen es zu Zusammenstößen mit der Polizei kam und ein Streifenwagen in Brand gesteckt wurde. Die Demonstranten hielten irische Flaggen und Plakate mit Anti-Immigranten-Slogans.
Justizminister Jim O'Callaghan verurteilte die Ausnutzung des Verbrechens und warnte vor einer starken Reaktion.
Die Polizei verhaftete einen 20-jährigen Mann wegen des Angriffs auf das Mädchen. Der Führer von Sinn Féin erklärte, dass im März ein Ausweisungsbefehl gegen den Verhafteten erlassen worden war.
Der Justizminister hat einen Bericht über die Bearbeitung des Asylantrags des Beschuldigten angefordert.