Sturm Leonardo: Sechs Tote in Spanien und Portugal, Schäden in Marokko

Sturm Leonardo hat in Spanien und Portugal den Tod von sechs Menschen verursacht und gleichzeitig erhebliche Sachschäden in Marokko angerichtet. Portugal erlebt innerhalb weniger Tage den zweiten verheerenden Sturm mit weit verbreiteten Überschwemmungen und Stromausfällen, von denen 130.000 Haushalte betroffen sind.
Der Premierminister von Portugal, Luís Montenegro, bezeichnete die Situation als „katastrophale Krise“ und verlängerte den Ausnahmezustand. Größere öffentliche Bauvorhaben wurden ausgesetzt, um die Bemühungen auf die Hochwasserbekämpfung und die Schadensbehebung zu konzentrieren.
In Spanien ist Andalusien besonders betroffen, wo in Grazalema seit Mittwoch mehr als 700 mm Regen gefallen sind. Ungefähr 3.500 Menschen haben ihre Häuser evakuiert. In der Provinz Malaga wird ein Mädchen vermisst.
In Nordmarokko haben Überschwemmungen mehr als 143.000 Menschen zur Evakuierung ihrer Städte gezwungen. Die Stadt Ksar el-Kebir wurde zur Geisterstadt erklärt, die Behörden richten Notunterkünfte ein und verbieten die Einfahrt in die Stadt.