Kreta: Neue Migrantenankünfte und katastrophale Lebensbedingungen

Der Zustrom von Migranten und Flüchtlingen nach Kreta setzt sich fort, und die bestehenden Unterkünfte sind stark überlastet. Laut kretischen Medien wurden 303 Flüchtlinge und Migranten in der Nähe von Gavdos entdeckt und von der Küstenwache nach Kreta transportiert.
Die provisorischen Unterkünfte in Heraklion, Chania und Rethymno sind überfüllt, was zu unhygienischen Bedingungen sowohl für Migranten als auch für Arbeiter führt. Aufgrund von Regierungsmaßnahmen werden Neuankömmlinge als Häftlinge betrachtet, was zu einem Stopp ihrer Verlegung auf das Festland führt.
In Agyia, Chania, hat sich der provisorische Empfangsbereich zu einer geschlossenen Einrichtung entwickelt, in der seit dem 18. August keine Transfers mehr stattfinden. Die Bedingungen sind katastrophal, mit unzureichender Klimaanlage, begrenzten Toiletten und fehlender geeigneter Infrastruktur. Die Ausbreitung von Hautkrankheiten wie Staphylokokken schafft gefährliche Bedingungen.
Die Gewerkschaft der Küstenwache berichtet über "gefährliche und inakzeptable Bedingungen in provisorischen Migrantenhaftbereichen" und betont, dass das Personal gebeten wird, Aufgaben außerhalb seines Verantwortungsbereichs in unterbesetzten Schichten zu übernehmen.
Es wird auch erwähnt, dass die Bestimmung des Migrationsministers, Herrn Plevris, die die Verlegung illegal einreisender Personen in geschlossene Einrichtungen vorsieht, nicht umgesetzt wird, was dazu führt, dass die Küstenwache ständig Häftlinge in ungeeigneten Gebieten bewacht.