Zugunglück in Spanien: Schienenfehler vermutet

Ein Zugunglück in der Region Adamuz in Spanien, bei dem 41 Menschen ums Leben kamen, wird untersucht. Die Behörden konzentrieren sich auf einen Defekt von über 30 Zentimetern, der an einer Schiene der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Andalusien gefunden wurde.
Der Unfall ereignete sich, als ein Zug des privaten Unternehmens Iryo frontal mit einem Alvia-Zug der spanischen Staatsbahn (Renfe) zusammenstieß. Die Kollision wurde dadurch verursacht, dass Waggons des Iryo mit einer Geschwindigkeit von über 200 km/h entgleisten und auf das Gegengleis gerieten.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Schienenfehler, der wahrscheinlich durch fehlerhaftes Schweißen oder Verschleiß im Laufe der Zeit verursacht wurde. Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente bezeichnete den Vorfall als „seltsam“.
Der Unfall ist ein Schlag für das Prestige des spanischen Hochgeschwindigkeitsnetzes, das sich über 4.000 km erstreckt.