Slowenien: Skandal um illegale Aufnahmen, die Korruption vor Wahlen aufdecken

In Slowenien ist ein Skandal ausgebrochen, nachdem illegal aufgenommene Gespräche veröffentlicht wurden, die angeblich Fälle von politischer Korruption aufdecken, nur wenige Tage vor den Parlamentswahlen am Sonntag. Die Regierung spricht von einem "Angriff auf die Demokratie".
Anfang März tauchten Videos aus anonymen Quellen auf, die einen slowenischen Lobbyisten, einen Anwalt, einen ehemaligen Minister und einen Geschäftsmann im Gespräch zeigten. Die Videos zeigen, wie sie darüber diskutieren, wie sie Regierungsentscheidungen beeinflussen können, um Verträge zu beschleunigen.
Vertreter einer Menschenrechtsorganisation gaben an, dass die Videos von der israelischen Geheimdienstfirma Black Cube stammen, die Verbindungen zur SDS von Janša hat. Außenministerin Tanja Fajon erklärte, dies sei ein Angriff auf die nationale Souveränität und die Demokratie.
Nika Kovač, Direktorin des 'Instituts 8. März', verglich die Videos mit ähnlichen Vorfällen in anderen Ländern, die Black Cube zugeschrieben werden.
Die SDS von Janša bestritt jegliche Verbindung zu Black Cube und prangerte die Korruption der "linken Elite" an, die durch die Videos aufgedeckt wurde.
Der Journalist Borut Mekina behauptete, dass Beamte von Black Cube Ljubljana dreimal besucht hätten, wobei Janša sie am 22. Dezember im Hauptquartier der SDS empfangen habe.
Bemerkenswert ist, dass die SDS von Janez Janša in den Umfragen vor den Liberalen von Robert Golob liegt.