EU-Gipfel: Maßnahmen zu Energiepreisen von Kommission gefordert

Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten auf dem jüngsten Gipfel die Europäische Kommission auf, die Mitgliedstaaten bei der Ergreifung vorübergehender und gezielter Maßnahmen zur Begrenzung des Anstiegs der Energiepreise zu unterstützen, der durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft wurde.
Laut einem von Reuters und Politico veröffentlichten Entwurf der Schlussfolgerungen sollen die Maßnahmen Anreize für langfristige Investitionen erhalten, die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen unterstützen und einen fairen Wettbewerb im EU-Binnenmarkt gewährleisten. Kleinere Länder äußerten Bedenken, dass eine Lockerung der staatlichen Beihilfevorschriften zu einer Marktverzerrung führen könnte.
Emmanuel Macron betonte die Notwendigkeit einer Deeskalation im Nahen Osten, während die Staats- und Regierungschefs auch die Wiederherstellung der Schifffahrt in der Straße von Hormus erörterten.
Unterdessen äußerte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Verständnis für die Haltung ihres ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán in Bezug auf das EU-Darlehen an die Ukraine, was Reaktionen auslöste. Die italienische Regierung dementierte entsprechende Berichte.
Darüber hinaus erörterten die EU-Staats- und Regierungschefs neue Positionen zur Migration, die darauf abzielen, unkontrollierte Migrationsströme zu verhindern.