Trump-Zölle: Indische Exporte leiden, Regierungshilfe gefordert

Indische Exporte stehen aufgrund der vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verhängten Zölle von 50 % vor großen Herausforderungen. Exporteure fordern dringend staatliche Unterstützung, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern.
Die neuen Zölle, die am Mittwoch in Kraft traten, verdoppelten den vorherigen Zollsatz von 25 % und machen indische Produkte auf dem US-Markt weniger wettbewerbsfähig. Industriegruppen und -verbände drängen auf Maßnahmen wie günstigere Kredite, Lohnsubventionen und Steuererleichterungen.
S.C. Ralhan, Präsident der Federation of Indian Export Organisations, betonte die Notwendigkeit eines sofortigen staatlichen Eingreifens, um Entlassungen und Marktanteilsverluste zu vermeiden. Die USA sind Indiens größtes Exportziel, wobei im Jahr 2024 Waren im Wert von 87,4 Milliarden US-Dollar dorthin verschifft wurden.
Israr Ahmed von Farida Shoes Pvt schätzt, dass die Schuhexporte in die USA in diesem Jahr um bis zu 90 % zurückgehen könnten. Amerikanische Unternehmen verlagern bereits Aufträge in Länder wie Bangladesch, Vietnam und Kambodscha, wo die Zölle niedriger sind.
Sudhir Sekhri, Vorsitzender des Apparel Export Promotion Council, schätzt, dass die Verluste für Bekleidungshersteller 3 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Indische Unternehmen erhöhen die Produktion in ausländischen Betrieben, um Kunden zu halten und hohe Zölle zu vermeiden.
Trumps Schritt markiert eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Indien und den USA. Beamte in Neu-Delhi erwägen Möglichkeiten, Exporteure zu unterstützen, darunter zinsgünstigere Kredite und Unterstützung beim Zugang zu neuen Märkten.
Sanjay Malhotra, Gouverneur der Reserve Bank of India, erklärte, dass die Zölle nur begrenzte Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden und dass die Zentralbank weiterhin in einem Lockerungszyklus ist, um das Wachstum zu unterstützen.