Eine neue Ära der Energieunsicherheit für die Welt

The Economist umreißt die Folgen der Krise im Nahen Osten und im Energiesektor und hebt sechs Schlüsselaspekte hervor.
Der Konflikt um den Iran und die Straße von Hormus hat zu Turbulenzen auf dem Energiemarkt geführt, und Analysten untersuchen die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
US-Präsident Donald Trump scheint die Kosten eines Krieges zu erkennen, nachdem er die wirtschaftlichen Folgen von Handelszöllen erlebt hat. Am 9. März erklärte er, dass eine Militärkampagne gegen den Iran „sehr bald“ abgeschlossen sein würde, was Reaktionen auf den Ölmärkten auslöste.
Laut The Economist hat die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran etwa 15 % des weltweiten Ölangebots blockiert. Die Haltung Washingtons bleibt instabil, mit aggressiver Rhetorik trotz der Forderungen nach Deeskalation.
The Economist schätzt, dass die Welt in eine neue Ära der Energieunsicherheit eintritt. Die Weltwirtschaft ist weniger abhängig von Öl als 1973, aber die Nachfrage ist „starrer“, was selbst bei kleinen Angebotsstörungen zu großen Preiserhöhungen führt.
Die Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur verfügen über 1,8 Milliarden Barrel strategische Reserven, von denen sie bereits 400 Millionen freigegeben haben.
Der Verlust der Exporte von Flüssigerdgas (LNG) aus Katar hat zu einem Wettbewerb um die Versorgung in Asien geführt, während die Preise in Europa gestiegen sind.
Auch nach dem Ende des Konflikts dürfte sich die internationale Energielandschaft verändert haben, wobei die Energiemärkte von geopolitischen Spannungen beeinflusst werden.
Unternehmen sehen sich mit einer neuen „Risikoprämie“ konfrontiert, während die Zentralbanken mit einer neuen inflationären Bedrohung zu kämpfen haben.
Die Regierungen werden mit dem Druck von Energiesubventionen konfrontiert sein, was die öffentlichen Finanzen belasten wird.
Quelle: OT