UN fordert humanitäre Hilfe für Kuba inmitten der Energiekrise

Die UN fordert dringend humanitäre Hilfe für Kuba aufgrund der anhaltenden Energiekrise und der Auswirkungen des Hurrikans Melissa. Der UN-Koordinator in Kuba, Francisco Pichón, beschrieb eine besorgniserregende Situation und betonte, dass das System der Vereinten Nationen einen "restrukturierten Aktionsplan" entwickelt habe.
Die Energiekrise hat "systemische und zunehmende humanitäre Auswirkungen" und betrifft kritische Sektoren wie Gesundheit, Wasser, sanitäre Einrichtungen, Ernährungssysteme und Bildung. Der neue Plan zielt darauf ab, die Bedürfnisse von 2 Millionen Menschen in 63 Gemeinden und 8 Provinzen zu decken, wobei der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Brennstoff und alternativen Energielösungen liegt.
Für die vollständige Umsetzung des Plans sind insgesamt 94,1 Millionen US-Dollar erforderlich, von denen 26,2 Millionen US-Dollar gesichert sind, was eine Finanzierungslücke von etwa 60 Millionen US-Dollar hinterlässt. Laut Herrn Pichón ist der Zugang zu Brennstoff von entscheidender Bedeutung, während die jüngste Lieferung von russischem Öl nur vorübergehende Entlastung bringt.
Im Gesundheitssektor wurden mehr als 96.000 Operationen verschoben, während 1 Million Menschen aufgrund von Treibstoffmangel auf Wassertransporter angewiesen sind. Im Bildungsbereich besuchen 411.000 Kinder ein verkürztes Schulprogramm. Die UN appelliert an die sofortige Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen zur Bewältigung der Krise.
Quelle: ΑΠΕ-ΜΠΕ