Erste Schlussfolgerungen aus dem EU-US-Tarifabkommen: Unsicherheit und Verhandlung

Die ersten Schlussfolgerungen aus dem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA konzentrieren sich auf den Zollsatz von 15 % für Exporte aus den Mitgliedsländern (ungefähr 70 % des Gesamtwerts). Dieser Satz ist höher als der durchschnittliche Zollsatz von 2,5 % vor den Änderungen von Donald Trump.
Der Satz von 15 % wird die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem amerikanischen Markt verringern und ihre Exporte und Rentabilität beeinträchtigen. Der Anstieg des Euro verschärft die Situation.
Das Abkommen beinhaltet die Öffnung des europäischen Marktes für amerikanische Produkte. Die EU wird die Zölle (durchschnittlich 1 %) auf Industrieprodukte aus den USA abschaffen.
Es besteht Unsicherheit hinsichtlich der Einfuhren von Agrarprodukten aus den USA. Die Kommission berichtet über einen besseren Zugang für amerikanische Fischereiprodukte und nicht sensible Agrarexporte, während gleichzeitig sensible Sektoren der EU-Landwirtschaft geschützt werden.
Ein weiterer Aspekt sind nichttarifäre Hindernisse. Das Weiße Haus berichtet über die Zusammenarbeit zur Beseitigung von Hindernissen für Lebensmittel und Agrarprodukte. Die Kommission erwähnt die Reduzierung nichttarifärer Hindernisse, betont jedoch die Achtung der Souveränität der EU bei der Festlegung des Regulierungsrahmens.
Wichtig ist das Kapitel über europäische Produkte, die von dem Satz von 15 % ausgenommen sind. Ab dem 1. August werden die amerikanischen Zölle auf Flugzeuge, Chemikalien und Generika wieder auf das Niveau vor Januar zurückkehren.