Belgischer Außenminister: Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte könnte "Systemschock" auslösen

Der belgische Außenminister Maxime Prévot hat davor gewarnt, dass die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte einen "schrecklichen Systemschock" auf den Finanzmärkten auslösen und den Euro destabilisieren könnte.
In einem Interview mit Agence France-Presse erklärte Prévot, dass ein solcher Schritt zu einem "entsetzlichen Systemschock" an den europäischen Börsen führen und die Glaubwürdigkeit des Euro schwer beschädigen könnte.
Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten der russischen Zentralbank, von denen sich 210 Milliarden Euro in Belgien unter der Kontrolle von Euroclear befinden, wurde von mehreren EU-Ländern, hauptsächlich den baltischen Staaten, gefordert, um die Unterstützung der Ukraine zu finanzieren.
Prévot warnte auch vor dem Risiko der Kapitalflucht aus Drittländern, die Milliarden in Europa investiert haben, wenn die Beschlagnahmung von Vermögenswerten einfach wird.
Die "27" haben beschlossen, nur die Zinsen aus russischen Vermögenswerten zur Unterstützung der Ukraine zu verwenden. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich bis Ende Oktober ihre Vorschläge zu diesem Thema vorlegen.