Griechenland weist Libyens Ansprüche auf Seegrenzen zurück

Griechenland hat Libyens Ansprüche bezüglich der Abgrenzung der Seegrenzen zurückgewiesen und eine diplomatische Note bei der UNO eingereicht. Die Note antwortet auf eine frühere libysche Note vom 20. Juni und weist Ansprüche auf die Verletzung libyscher Hoheitsrechte durch die Lizenzierung von Grundstücken südlich von Kreta zurück.
Athen antwortet auch auf Libyens Versuch, einseitig die Mittellinie zu ziehen, die die gesamte griechische AWZ abdeckt. Gleichzeitig wurde auch eine diplomatische Note an Tripolis übergeben, in der die libysche Seite aufgefordert wurde, einen Dialog über die Abgrenzung der Meereszonen aufzunehmen. Die stellvertretende Außenministerin Alexandra Papadopoulou wurde zur Leiterin des griechischen Verhandlungsteams ernannt.
In ihrer diplomatischen Antwortnote betont Griechenland, dass sich die Seegebiete innerhalb des griechischen Festlandsockels/der AWZ und unter griechischer Gerichtsbarkeit gemäß dem Seerechtsübereinkommen befinden. Auch die in der Note vom 20. Juni geäußerten Ansprüche Libyens werden zurückgewiesen.
Athen bezieht sich auch auf das türkisch-libysche Memorandum und weist darauf hin, dass es die Existenz griechischer Inseln wie Kreta und des Dodekanes ignoriert und ihr Recht auf die Schaffung von Meereszonen verletzt. Griechenland bekräftigt seine Position zur Mittellinie als Grundlage für die Abgrenzung der Meereszonen.