Frankreich: Iran-Sanktionen wegen Atomprogramm möglich

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte, dass Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft treten könnten, wenn sich das Land weigert, über einen strengen Rahmen für sein Atomprogramm zu verhandeln.
Die Sanktionen, die vor zehn Jahren in Kraft waren, betrafen Sektoren wie Verteidigung, Energie und Bankwesen. Frankreich erwägt zusammen mit seinen europäischen Partnern, das globale Embargo gegen den Iran durch ein Schreiben an die UN wieder in Kraft zu setzen.
Jean-Noël Barrot verwies auf den "Snapback"-Mechanismus, der dem UN-Sicherheitsrat die Zuständigkeit zur Wiedereinsetzung internationaler Sanktionen einräumt. Diese Klausel wurde in das Wiener Abkommen von 2015 aufgenommen.
Gemäß Resolution 2231 kann jeder teilnehmende Staat eine "erhebliche Verletzung der Verpflichtungen" durch einen anderen Staat melden, was potenziell die automatische Wiedereinsetzung von Sanktionen auslösen könnte.