Deutscher Außenminister fordert Änderungen im Gaza-Krieg und kündigt Gespräche mit arabischen Staaten an

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat die Notwendigkeit "grundlegender Änderungen" im Gaza-Krieg betont und die Situation für die Zivilbevölkerung als "unerträglich" bezeichnet. Er kündigte eine Initiative Berlins an, Gespräche mit arabischen Staaten zu führen.
Wadephul erklärte, Deutschland könne nicht einfach nur zusehen, wie sich die Dinge entwickeln, und die internationale Gemeinschaft stehe vor Herausforderungen. Er erwähnte auch, dass er fast täglich telefonischen Kontakt zu seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar habe und bekräftigte, dass Israel zunehmend isoliert werde.
Der deutsche Außenminister betonte die Notwendigkeit, Druck auf die Hamas auszuüben, und forderte Länder wie die Türkei und Katar, die gute Beziehungen zu der Organisation unterhalten, auf, sich an den Bemühungen um einen Waffenstillstand zu beteiligen.
Auf Fragen nach der Möglichkeit der Anerkennung eines palästinensischen Staates antwortete Wadephul erneut, dass Deutschland diese Möglichkeit im Gegensatz zu Frankreich und Großbritannien ablehne, da dies einer der letzten Schritte im Verhandlungsprozess sein sollte.
Der Außenminister wird Bundeskanzler Friedrich Merz und das Kabinett über seinen Besuch in Israel und im Westjordanland informieren.